Bad Dürrenberg und sein Salzwerk - technische Errungenschaften zum Anfassen

Wem Industriegeschichte im Buch nicht ausreichend erscheint, der ist herzlich nach Bad Dürrenberg eingeladen. So hatte der letzte Tag der Industriekultur am 12. April 2026 einiges zu bieten.

Neben dem längsten Gradierwerk Deutschlands, und der damit verbundenen Salzsiederei konnte der geneigte Zuhörer einige interessante Führungen miterleben. 

Diese betrafen den zugänglichen Bereich des 223m tiefen Borlachschachtes, den Witzlebenturm und einen wunderschönen Kurpark mit der Führung „Gradierwerk, Sole und Salz“. Weiterhin stand Schauflößen am Elsterfloßgraben auf dem Tagesplan.

Fuerung im Witzlebenturm
Führung im Witzlebenturm (Foto: Marc Poppe)
 

Industriekultur in Bad Dürrenberg

Der zugängliche Bereich des ältesten Kohlebahntunnels in Deutschland war geöffnet sowie der Nachbau einer Brendelschen Dampfmaschine konnte besichtigt werden, wie den Abbildungen unten entnommen werden kann; dazu erläuterte der Fachkollege Eberhard Richter die von ihm ausgestellten technischen Zeichnungen und Konstruktionen die er in seiner Ausstellung der Öffentlichkeit im unteren Bereich des Witzlebenturmes zugänglich macht.

Darüber hinaus gab ‚Salzsiedemeister‘ Thomas Scheffler an, dass diese und weitere technische Errungenschaften der Salzsiedeindustrie in „dem einstmals bedeutendsten Salzwerk Sachsens“ in Bad Dürrenberg notwendigerweise implizit hervorgebracht wurden. Salz wurde seit dem Altertum für die Haltbarmachung von Lebensmitteln in Form von Pökeln, als Lebensmittel oder in etwa seit den 1880 Jahren innerhalb der chemischen Industrie zur Gewinnung von Natronlauge genutzt.

Heute dient das ehemalige Gradierwerk als Erholungsort für Groß- und Klein. Auf dem Gelände befindet sich ein Salz-Spielplatz, ein erholsames Solespa, ein hübsches Kaffee, ein Restaurant, die neue Weinlaube und vor allem für alle mit Allergien oder (Husten-Schnupfen-Heiserkeit) Bronchitis-Symptomen die gute salzhaltige Luft, die man besonders intensiv in der Kaltinhalierhalle einatmen kann.

Kommen Sie nach Bad Dürrenberg und erleben Sie Industriegeschichte zum Anfassen.

Marc Poppe
Redaktionsmitglied IngPost

Kohlebantunnel
Im Kohlebahntunnel (Foto: Maik Gretschel)
Siedemeister bei der Arbeit
Siedemeister bei der Arbeit (Foto: Marc Poppe)
 

 

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