Forschungspreis 2011 für Studierende - Oder: Ohne Fleiß kein Preis

Foto: Dr. Matthias ZahaWenn in Studienarbeiten Fleiß mit innovativen Ideen und Nutzen stiftenden Forschungsergebnissen zusammentreffen, so ist dies preiswürdig. An der Hochschule Merseburg ist dies keine Floskel, sie verleiht in zweijährigem Rhythmus den Forschungspreis für Studierende.

2011 wurden am 10.11. im Rahmen der Firmenkontaktmesse zwei Preise verliehen, schließlich werden die Preisgelder mit den Einnahmen dieser Messe eingeworben. Den 1. Preis und damit 750 € erhielten Christin Frisch, 5. Semester im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre und Ben Michael, 3. Semester Masterstudiengang Informations- und Kommunikationssysteme. Sie arbeiteten an einem fachbereichsübergreifenden Projekt. Für intermodale Transportketten – wenn also bei Transporten unterschiedliche Verkehrsmittel zum Einsatz kommen – wurden graphentheoretische Modelle erstellt und Optimierungsalgorithmen unter Berücksichtigung externer Umweltkosten entwickelt. Das dazu abgeleitete Programm erlaubt nun Simulationen und die Ermittlung der Optimallösung. Interesse aus der Wirtschaft zur Nutzung des Programmsystems wurde bereits signalisiert.

Foto: Dr. Matthias Zaha Foto: Dr. Matthias Zaha
Der 2. Preis, dotiert mit 400 €, ging an Martin Zajac, 3. Semester im Masterstudiengang Chemie- und Umweltingenieurwesen, Fachvertiefung Kunststofftechnik. In Versuchen analysierte er dielektrische Eigenschaften von Industrielacken während der Härtung unter Temperatureinfluss. Aus Praxisaufenthalten an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Lissabon resultierten neue Ideen für seine Arbeiten. Mit den Ergebnissen können Kosten bei Lackierprozessen reduziert und die Lackqualität gesteigert werden.

Eigentlich hätte es auch einen 3. Preis geben sollen, nur leider gab es keine weiteren Bewerber, auch das Schreiben eines Antrags erfordert Aufwand. Eben: Ohne Fleiß kein Preis!

Dr. Renate Patz

Ausgabe 5/2011