VDI-Innovationsklima-Index stieg im ersten Quartal 2010 deutlich an


Der VDI-Innovationsklima-Index stieg im ersten Quartal 2010 deutlich von 22 auf 25 Punkte an, d.h. das Klima für Innovationen hat sich spürbar verbessert.

„Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, kommentiert VDI-Präsident Prof. Bruno O. Braun die Ergebnisse. „Die Untenehmen der Technologiebranchen blicken nach vorne und investieren in neue Produkte und Entwicklungen.“ Mit 25 Punkten erreicht der Index einen Wert wie zuletzt im Frühjahr 2008 vor der Wirtschaftskrise.

Knapp 40 % der befragten Experten erwarten eine positive wirtschaftliche Entwicklung ihrer Branche in den nächsten Monaten. Im letzten Quartal 2009 waren zehn Prozent weniger Experten optimistisch. Vor einem Jahr erwartete sogar nur jeder Zehnte eine positive Wirtschaftsentwicklung. „Die Einschätzungen zeigen, dass wir dieses Jahr wieder mit einem Wachstum in den Hightechbranchen rechnen können“, so Braun. Allerdings werde das Niveau von 2008 noch nicht erreicht. „Der Einbruch im letzten Jahr war einfach zu groß.“ Bei den F&E-Aktivitäten sind die Unternehmen noch zurückhaltend. Nur jede zehnte Befragte erwartet hier in den nächsten Monaten steigende Aktivitäten. Immerhin will die Mehrheit hier nicht weitere Einsparungen vornehmen.

Eine positive Innovationsstimmung herrscht besonders in den Branchen der Elektroindustrie, Umwelttechnik und in der Bio-/Medizintechnik. Auch im Maschinen- und Anlagenbau verbessert sich die Stimmung zunehmend. Hier stieg der Index um acht Punkte auf 26 Punkte.

Der VDI-Innovationsklima-Index fragt das Wissen der VDI-Mitglieder in ihren unterschiedlichen Berufen und Branchen als Frühindikator und Stimmungsindex zur Entwicklung des Technologiestandorts Deutschland ab. Die Stimmungswerte bewegen sich zwischen -100 und +100. An der aktuellen Umfrage haben 500 Ingenieure teilgenommen.

Ausgabe 3/2010