
Nun sind auch die beiden letzten Schornsteine im Areal B, auf dem Gelände der WSZ, verschwunden. Während die Steine der Schlote in schwindelerregender Höhe überwiegend in Handarbeit abgetragen werden mussten, wurde bei den letzten 40 Metern des Mauerwerkes Technik eingesetzt. Ende Mai rückte die Abrissbirne an und brachte das meterstarke Mauerwerk des Schornsteinsockels zu Fall. Als Restarbeit muss nun noch der Bauschutt entsorgt werden.
Rückblickend war es ein immenser Kraftakt, der dank der engen und guten Kooperation mit der Stadt Bitterfeld-Wolfen, dem Land und allen beteiligten Firmen zu einer positiven Lösung geführt hat. Das Gelände der WSZ befand sich in Privateigentum und der Eigentümer hat den Rückbau von verwertbaren Materialen in technisch unverantwortlicher Weise begonnen, so dass die Gebäude in einem sehr instabilen Zustand waren. Außerdem sind während der Rückbaumaßnahmen noch ungeplante Überraschungen aufgetreten, die im Rückbaukonzept nicht vorgesehen waren, wie beispielsweise asbestbelastete Materialien.

Insgesamt wurden im Zeitraum von 12 Monaten u. a. 12.0000 t Bauschutt, 67.000 t Boden, 2.900 t Schrott, 14.000 t sonstige Abfälle abgerissen und entsorgt. Außerdem wurden bisher 115.000 t Kies eingebaut.
Der Rückbau und die Sanierung des WSZ-Geländes kosten insgesamt ca. zehn Millionen Euro, wovon bisher rund 80 Prozent abgearbeitet wurden. Das Projekt soll am 31. August beendet werden.
Mit dem Ergebnis sind alle Beteiligten zufrieden. „Wir haben nun ein fast elf Hektar großes und infrastrukturell sehr gut erschlossenes Industrieareal, das nun für hochwertige Industrieansiedlungen vermarktet werden kann“, betont Werner Rienäcker, Projektträger und Geschäftsführer der IPG.