6 000 Mitglieder sind bei den Senior Expert Chemists (SEC), Teil der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), vereint. 250 von ihnen besuchten Anfang Juni drei Tage lang die Chemieregion um Bitterfeld-Wolfen. Unter dem Motto „Die Mitteldeutsche Chemieregion - Wie Phoenix aus der Asche“ fand das 3. Jahrestreffen erstmals in den neuen Bundesländern statt.
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Prof. Dr. Horst Altenburg (mitte) mit dem Organisationsteam vor Ort: Kurt Lausch, Prof. Dr. Egon Fanghänel, Prof. Dr. Horst Hennig, Dr. Rainer Moll (v.l.)
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Bereits in seiner Begrüßungsrede machte der SEC-Vorsitzende Prof. Dr. Horst Altenburg deutlich, dass auch er sich darauf freue, die Region kennen zu lernen und gemeinsam zu diskutieren und fachaktuelle Themen zu erörtern. 14 Vorträge und zwei Exkursionen standen auf dem umfangreichen Programm, welches die GDCh und das TGZ gemeinsam organisiert hatten.
Eröffnet wurde die Tagung am 3. Juni mit zahlreichen Grußworten und einer besonderen Auszeichnung: Prof. Dr. Werner Kochmann, langjähriger Forschungschef des Chemiekombinats Bitterfeld und 1990/91 Vorstandsvorsitzender der Chemie AG, erhielt von der Stadt Bitterfeld-Wolfen die Ehrennadel für seine Verdienste. Sichtlich gerührt nahm dieser die Auszeichnung durch die Oberbürgermeisterin entgegen.
Am nächsten Morgen erläuterte Dr. Michael Polk, Geschäftsführer der P-D ChemiePark Bitterfeld Wolfen GmbH, die Entwicklungen in der Region. Angefangen mit den IG Farben, über die sowjetische Aktiengesellschaft nach Kriegsende, das Chemiekombinat zu DDR-Zeiten bis hin zum heutigen ChemiePark mit rund 11 000 Angestellten Polk setzte sich mit der Historie des Chemiestandortes auseinander. Besonders die Wendezeit, die Umstrukturierungen, die Privatisierungen und die Investitionen rückte Polk in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Dabei wurde schnell allen Beteiligten klar, wie sehr sich die Region entwickelt hat und doch ihren Wurzeln treu geblieben ist. Ein weiteres praktisches Beispiel veranschaulichte auch Dr. Christian Schleicher, Geschäftsführer der Bayer Bitterfeld GmbH, mit der Entwicklung seines Unternehmens.
„Ich freue mich über die positive Resonanz“, zog Altenburg bereits am zweiten Tag Bilanz. Auch der Geschäftsführer der TGZ Bitterfeld-Wolfen GmbH, Kurt Lausch, freute sich über die gelungene Veranstaltung und das rege Interesse der Altchemiker. So fasste er zusammen: „Auch wenn die Haare grau sind, die Geister sind wach.“ Das nächste Jahrestreffen der Seniorexperten wird im Jahr 2012 in der Pfalz stattfinden.