
Noch stehen die Baukräne auf dem neu erworbenen Gelände des Autohauses Otto Grimm. Doch schon Ende Juli soll der erste Bauabschnitt mit dem neuen Werkstattbereich fertig gestellt sein. Anfang September wird der 1,9 Millionen teure Gesamtkomplex fertig sein.
„Wir brauchen dringend zusätzliche Werkstattkapazitäten. Momentan haben wir eine so hohe Auslastung, dass wir die Kundenaufträge nur mit Vorbestellung von drei bis vier Wochen abarbeiten können“, erklärt Geschäftsführer Jörg Schopf und führt weiter aus: „In unsere Werkstatt kommt jedes dritte Auto aus einem Umkreis von ca. 20 km, von Dessau bis Delitzsch. Damit sie künftig keine Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, erweitern wir die Werkstattkapazitäten und bauen auch gleichzeitig eine Autowaschanlage für die Kundenfahrzeuge.“
Eine Besonderheit hat die Werkstatt. Da erwiesen ist, dass durch die Funknetze der Handybetreiber Abweichungen bis zu 12 Prozent bei den sensiblen elektronischen Messgeräten auftreten können, wird ein schall- und strahlungsisolierter Raum für die Präzisionsmessungen entstehen.
Außerdem wird ein neues Reifenhotel zur Einlagerung von 1.200 Sätzen Kundenräder errichtet. Momentan werden die Winter- bzw. Sommerräder der Kunden in Containern gelagert, doch zum nächsten Radwechsel haben die Container ausgedient und die Reifen können in das neue Hochregallager einziehen. Der oberste Regalboden befindet sich in einer Höhe von 5,30 m. Mit einem eigens im Autohaus entwickelten System wird den Kunden garantiert, dass selbst bei Komplettausfall der Technik jeder Kundensatz dem Kunden zugeordnet werden kann. Das neue Reifenhotel bekommt eine hohe Sicherungstechnik, schließlich kostet ein Satz Sommerräder ca. 2.000 Euro. „In das neue Lager kommt keiner rein und noch weniger kommt derjenige wieder raus“, so Schopf und unterstreicht damit, dass das neue Reifenhotel einbruchsicher konzipiert ist.
Mit der Investition entstehen fünf neue Arbeitsplätze im Autohaus. „Da wir eigenen Nachwuchs ausbilden, werden wir zum Teil auch Lehrlinge übernehmen. Ansonsten suchen wir Mitarbeiter mit der entsprechenden Qualifikation“, sagt Schopf.
Das Autohaus ist seit 1993 in Bitterfeld ansässig und beschäftigt derzeit 85 Mitarbeiter. Die Kundenstruktur besteht zu 55 Prozent aus Groß- und Gewerbekunden sowie 45 Prozent Privatkunden. Nach seinen weiteren Zukunftsplänen befragt, meint der engagierte Unternehmer Schopf: „Wir werden unser Marktpotenzial in den nächsten Jahren sicher noch ausweiten.“