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Jugend forscht mit interessanten Beiträgen in Halle und Bitterfeld-Wolfen in der Sparte Technik „entdecke neue Welten“
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| Gebrüder Reichert |
Jens Seeger |
Phillipp Le und Tim Fischer |
Der Wettbewerb Jugend forscht stand diesmal unter dem Thema „entdecke neue Welten“ und fand 2010 im südlichen Sachsen-Anhalt wiederum an den Standorten Halle und Greppin (Bitterfeld-Wolfen) statt. Die erste Runde war am 23. Februar im Bildungszentrum Waggonbau Ammendorf in Halle.
Im Fachgebiet Technik waren 4 eingereichte Arbeiten zu bewerten, wovon 3 unter die Rubrik Jugend forscht und eine unter Schüler experimentieren fielen. Diesmal waren nur Jungen im Alter von 10 bis 21 Jahren in der Sparte Technik vertreten. Für uns als Juroren, Gerhard Brüsehaber und Bernd Schmidt vom VDI Hallescher BV, war es nicht einfach, eine differenziert Bewertung vorzunehmen, da alle Teilnehmer eine gute Arbeit abgeliefert und alle eine überzeugende Präsentation am jeweiligen Stand gezeigt haben.
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| Eröffnung durch Herrn Adler |
René Boeck |
Preisverleihung bei Halloren |
Die Preisverteilung sah nach einer ausgiebigen Bewertungsrunde wie folgt aus:
Bei Schüler experimentieren ging der Preis an die beiden 10- und 11-jährigen Jungen Pascal (10) und Dominic Reichert (11) aus Zörbig, die am Georg-Cantor-Gymnasium zur Schule gehen. Sie begeisterten jeden Interessenten mit ihrer Neuerung für einen „Frontsonnenschutz im Auto für Mitfahrer in der 2. Reihe“. Klingt etwas nach Fernsehwerbung, ist aber sehr wirksam. Mit dieser Erfindung haben Sie erreicht, dass ihr kleiner Bruder beim Mitfahren im Auto auf dem Babysitz nicht von der vorn herein scheinenden Sonne geblendet wird. Die Lösung ist durchaus einfach, aber noch keiner hat es vorher so akkurat probiert und gemacht. Seitenrollos gibt es bereits aber an die „Kleinen Weltneuentdecker“ auf dem Rücksitz hat bisher keiner so richtig gedacht. Autoproduzenten sollen schon Kontakt mit den Eltern als Rechtsvertreter der jungen Erfinder aufgenommen haben. Das Patent ist auch schon angemeldet. Man darf gespannt sein was daraus noch wird. Die beiden sympathischen Jungen wurden spontan zu einer Bundesolympiade „Schüler experimentieren“ delegiert.
Der erste Platz bei Jugend forscht wurde diesmal an zwei Einreicher vergeben:
Jens Seeger (20) vom Paul-Gerhardt-Gymnasium Gräfenhainichen erhielt ihn für ein “Low Cost Voting System”. Er hat sich ein umfangreiches technisches und informatikgestütztes Modell für eine kostengünstige Lösung zur Abfrage von Schülerwissen bei Klassenarbeiten ausgedacht, dass für ein Fünftel des Preises im Vergleich zu professionell angebotenen Systemen installiert werden kann.
Phillipp Le (18) und Tim Fischer (19) vom Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg erhielten ebenfalls einen ersten Preis für „Antrieb und Steuerung autonomer Rettungsroboter“. Bei Ihnen zeigten sich Knobelkunst und Experimentierfreude in der vorgestellten technischen Anfangslösung einer „spinnenähnlichen“ Roboterfigur. Interessant war das Motiv der jungen Forscher, die ihr Modell für den Einsatz in Katastrophengebieten weiterentwickeln wollen. Sie überzeugten die Jury des Landeswettbewerbs am 25. März 2010 in Magdeburg, wo sie für ihren Beitrag mit dem Sonderpreis Technik des VDI Landesverbandes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet wurden.
Platz zwei ging in Halle an René Boeck (21) von der Wirtschaftsakademie Rahn & Partner in Halle (Saale) für den Beitrag „Mini-CNC-Fräse mit Steuerungselement“. Dabei handelt es sich um eine sehr praktisch-handwerkliche Arbeit, die die Experimentierfreude des jungen Forschers nicht ganz uneigennützig erahnen ließ. Das ursprüngliche Motiv war die Idee, einen Reinigungsroboter zu bauen, aber dazu ist wohl noch etwas mehr Arbeit rein zustecken um eine befriedigende Lösung zu haben. So reicht es erst mal um Türschilder oder andere Motive, z.B. ein gefrästes Herz auf einer Platte, für die Freundin CNC-gesteuert anzufertigen.
Die Preisverleihung für die Hallenser Runde fand dann am Nachmittag in würdigem Rahmen in der traditionsreichen Halloren Schokoladenfabrik Halle statt, wobei sicher keine Schülerin und kein Schüler dabei waren ohne wenigstens einen der Sonderpreise abzufassen.
Am 2. März 010 fand dann bei der Firma Bayer Bitterfeld in Greppin der 14. Regionalwettbewerb "Jugend forscht" statt. Insgesamt 65 Teilnehmer von 13 Schulen und Bildungseinrichtungen hatten 40 Arbeiten eingereicht. Im Bereich Technik waren von ursprünglich acht angemeldeten Beiträgen sieben vertreten, von denen einer nach Absprache der Juroren in die Rubrik Arbeitswelt abgegeben wurde. Zwei Arbeiten entfielen auf die Altersgruppe "Schüler experimentieren" (bis 14 Jahre), die anderen auf "Jugend forscht".
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| Lucia und Zora Schaub |
Anton Anders und Sebastian Heerwald |
Sebastian Melf Boeckel und Philip Fitschen |
Die beiden Schülergruppen wurden mit einem ersten und einem zweiten Preis ausgezeichnet. Sieger wurden Hendrik Tamm und Tim Blödtner vom Georg-Cantor-Gymnasium Halle für ihre Untersuchungen zur Aerodynamik von Papierfliegern, die sie mit einem selbstgebastelten überdimensionalen Modell krönten.
Den zweiten Preis erhielt Raik Torgau vom Südstadt-Gymnasium Halle. Er hatte erfolgreich nach Abhilfe für ein alltägliches Problem gesucht: klemmende Küchenschubladen, verursacht durch Kellen oder andere sperrige Utensilien.
Sieger bei den Jungforschern wurden Sebastian Melf Boeckel und Philip Fitschen von der Landesschule Pforta für ihre Untersuchungen zu Einsatzmöglichkeiten einer Adsorptionsheizung in Elektroautos. Dieses Heizprinzip ist erheblich energieeffizienter als herkömmliche Alternativen und könnte damit indirekt zu einer größeren Reichweite von Elektrofahrzeugen beitragen.
Den zweiten Preis erhielten Anton Anders und Sebastian Heerwald vom Paul-Gerhardt-Gymnasium Gräfenhainichen. Sie hatten einen Schaukasten zur Demonstration verschiedener physikalischer Effekte gebaut, der Schülern das Verständnis des sonst gelegentlich etwas trockenen Stoffes erleichtern kann.
Der dritte Preis ging an Thoralf Thamm, ebenfalls von der Landesschule Pforta, für seine Konzeption eines Versuchsstandes zur Analyse von Solarzellen für Elektroautos. Diese Anlage wird an der Hochschule Anhalt in Köthen realisiert.
Ein Sonderpreis des TGZ für ein besonders innovatives Projekt wurde an Lucia und Zora Schaub vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode vergeben für ihre Idee, Navigationssysteme in Fahrzeugen untereinander kommunizieren zu lassen, um dadurch effektiver auf unvorhergesehene Verkehrsbehinderungen (beispielsweise nach einem Unfall) reagieren und - basierend auf längerfristig erfassten Daten - bessere Umleitungsempfehlungen ableiten zu können.
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| Hendrik Tamm und Tim Blödtner |
Raik Torgau |
Thoralf Thamm |
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Alle Fotos zu Greppin von Petra und Jürgen Kunstmann, Krostitz
Sonstige Fotos VDI Hallescher Bezirksverein
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Dr.-Ing. Bernd Schmidt (VDI)
und
Dr.-Ing. Peter Salewsky
Leiter der VDI-BG Bitterfeld
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Ausgabe 2/2010
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