Der Wunsch nach Mobilität ist ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft und tief im täglichen Leben der Menschen verankert. Mobilität ist aber auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserem Land. In Zeiten knapper Ressourcen stellt sich mehr denn je die Frage, wie der Verkehr der Zukunft gleichzeitig leistungsfähig und sicher, aber auch sozial- und umweltverträglich gestaltet werden kann.

Der Leiter des Instituts für Automation und Kommunikation e. V. Magdeburg (ifak), Prof.
Ulrich Jumar, hat dies zum Anlass genommen, Vertreter der Landespolitik, der öffentlichen Hand, Verkehrsforscher sowie Experten aus Verkehrsunternehmen und der Wirtschaft zu einem Telematik-Workshop in die Denkfabrik im Wissenschaftshafen einzuladen. Mehr als 50 Fachleute sind am
10.03.2010 seiner Einladung gefolgt und haben gemeinsam über die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnik für den Verkehr der Zukunft diskutiert.
Der Staatssekretär des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt, Herr André Schröder, betonte in seinem Grußwort, dass die angewandte Verkehrsforschung in Sachsen-Anhalt auf eine mehr als 15-jährige erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann. Mit der Landesinitiative Angewandte Verkehrsforschung/Galileo-Transport Sachsen-Anhalt wird die Überführung der zahlreichen Forschungsergebnisse zu tragfähigen Lösungen in der Praxis befördert.
Alle Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass die Herausforderungen des Verkehrs der Zukunft durch ein umweltverträgliches Verkehrs- und Mobilitätsmanagement, durch das kooperative Miteinander aller Akteure und durch bessere und schnellere Information aller Verkehrsteilnehmer gemeistert werden können. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien nehmen hierbei eine Schlüsselrolle ein.
Hintergrund:
Das ifak, dessen Rechtsträger der gleichnamige Verein ist, wurde 1991 gegründet. Das Institut betreibt angewandte Forschung auf den Gebieten der Industrieautomation, Datenkommunikation, Messtechnik sowie Verkehrstelematik. In jährlich ca. 75 Projekten, die von Machbarkeitsstudien bis zu komplexen Entwicklungsvorhaben reichen, ist das ifak Partner der Industrie. Dem Querschnittscharakter der Automatisierungs- und Informationstechnik entspricht es, dass die Auftraggeber über die Elektrotechnik hinaus aus verschiedensten Branchen stammen.
Im Einklang mit der Gemeinnützigkeit des Instituts engagiert sich das ifak besonders in vorwettbewerblichen Verbundprojekten, für die Mittel der Forschungsförderung auf Europa-, Bundes- und Landesebene sowie von Wirtschaftsverbänden eingeworben werden. Dem wissenschaftlichen Anspruch entspricht die Anerkennung als erstes An-Institut der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Das nationale und internationale Kooperationsnetzwerk des Instituts wird ergänzt durch eine aktive Tätigkeit in vielfältigen Fachgremien. Etwa 80 % der mehr als 65 vollbeschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des interdisziplinären Teams sind Wissenschaftler.