VDI-Innovationsklima-Index: Stabiles Innovationsklima
- Der VDI-Innovationsklimaindex weiterhin bei 22 Punkten
- Chemie besonders zuversichtlich: Index steigt um zehn Punkte

Der VDI-Innovationsklima-Index stagniert im vierten Quartal 2009 bei 22 Punkten. „Die neuen Daten zeigen, dass das Klima bei Innovationen sich nach den Einbrüchen vom letzten Jahr stabilisiert. Dies ist in fast allen Branchen zu spüren. Anlass zur Euphorie gibt es jedoch noch nicht“, kommentiert VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs die Ergebnisse.

Im Vergleich zum Vorquartal rechnen vier Prozent mehr der befragten Ingenieure mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung der eigenen Branche. Im zweiten Quartal waren es nur 15 Prozent: eine deutlich positive Tendenz innerhalb der letzten sechs Monate.

Besonders optimistisch ist die Stimmung im Vergleich zum dritten Quartal 2009 in der Bio- und Medizintechnik mit 25 Punkten, in der Chemie mit 27 Punkten sowie in der Energie- und Wasserversorgung mit 29 Punkten. Dieser Werte sind jeweils um mehr als fünf Punkte gestiegen, in der Chemiebranche sogar um zehn. Spitzenreiter ist weiterhin die Umwelttechnik: zwar ging der Index in diesem Quartal hier um drei Punkte zurück, bleibt jedoch mit 38 Punkten immer noch sehr hoch. Des Weiteren schätzen Ingenieure die Entwicklung der F&E-Aktivitäten branchenübergreifend als positiv ein: immerhin 13 Prozent, zwei Prozent mehr als zuvor, gehen davon aus, dass diese steigen werden. Auch im Maschinen- und Anlagenbau ist ein klarer Aufschwung zu beobachten. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Branche waren zu Beginn des Jahres 2009 nur sechs Prozent der Befragten positiv gestimmt, momentan sind es 32.

Der VDI-Innovationsklima-Index fragt das Wissen der VDI-Mitglieder in ihren unterschiedlichen Berufen und Branchen als Frühindikator und Stimmungsindex zur Entwicklung des Technologiestandorts Deutschland ab. Die Stimmungswerte bewegen sich zwischen -100 und +100. An der 21. Umfrage haben 500 Ingenieure teilgenommen.

Ausgabe 1/2010