Die Mitglieder des Vorstandes des VDI, BV Halle trafen sich 14.00 Uhr in der Delitzscher Straße in Halle um gemeinsam an einer Führung durch das Druckhaus der MZ teilzunehmen.
Uns begrüßte ein ehemaliger Mitarbeiter der MZ, der einen kurzen Einführungsvortrag zur Zeitungsgestaltung hielt und uns ein Video über die täglichen Arbeiten der Redaktion vorführte, so dass alle Teilnehmer einen guten Überblick bekamen, wie eine Zeitung entsteht.
Danach ging es ins Druckhaus, wo wir uns als erstes die gewaltigen Papierrollen ansahen, welche halbautomatisch eingespannt werden. Alles ist computergesteuert und von einer zentralen Messwarte müssen die Drucker müssen beim Andruck aufpassen, dass die Farbmischungen richtig dosiert werden, dazu werden einige Andrucke produziert und erst, wenn alles stimmt, laufen die großen Rotationspressen an. Vorher gingen wir in einen separaten Raum, in dem der Satz per Computer auf so genannte Blaupausen gemacht wird. Diese Pausen werden in der Messwarte von den Druckern in die Druckpressen gegeben, um Seite für Seite die Zeitung zusammen zu setzen.
Zu unserer Besichtigung wurde gerade der Wochenspiegel für alle mitteldeutschen Städte gedruckt. Es war beeindruckend, wie schnell die Zeitungen fertig gedruckt werden, um anschließend eine Etage tiefer gebündelt und verpackt zu werden, so dass am Ende des Bandes die jeweils für Halle, Bitterfeld oder Eisleben fertigen Pakete ankommen, um in Transporter gepackt zu werden.
Beim Gang in die tiefer gelegene Verpackungshalle schauten wir uns historische Druckpressen und Setzkästen an, wie die Zeitung vor ca. 150 Jahren gemacht wurde. Die Automatisierung und die Computerarbeitsplätze haben da heute doch sehr zur Effektivierung der Arbeit beigetragen.
Weitere Frauen waren damit beschäftigt, die Werbungsflyer für den Wochenspiegel vorzubereiten, dafür wurden diese gestapelt und dann per Knopfdruck in die Zeitung gepackt, bevor die gesamten Zeitungen gebündelt und in Folie verschweißt werden.
Nur in der Messwarte und am Ende der Bänder bzw. für das Einsortieren der Werbungsmaterialien waren noch Menschen zu sehen, die kontrollierten, sortierten oder die Versandpakete abnahmen.
Des Weiteren hat die MZ einen Briefversand und dafür gibt es extra Sortierlinien, die meist von Frauen bestückt werden. Auch hier geht alles computergesteuert und eingespielt vonstatten.
Nach knapp 2 Stunden hatten wir unsere Führung beendet und man kann resümieren, dass dies ein sehr interessanter und lehrreicher Nachmittag gewesen war.