 Die sechs Preisträger des mit 30.000 Euro dotierten interdisziplinären Kunstwettbewerbs der FERCHAU Engineering GmbH, Marktführer im Bereich Engineering-Dienstleistungen, stehen fest. Im Deutschen Technikmuseum Berlin wählte eine hochkarätig besetzte Jury aus Forschung, Museen und Hochschulen die Preisträger aus den 20 Finalisten aus, die alle mit ihren Werken im Museum präsentiert wurden. Der Preis wird nach 2008 bereits zum zweiten Mal verliehen.
Frau Dr. Britta Schmitz, Oberkuratorin für zeitgenössische Kunst an der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Berlin und Sprecherin der Jury, kommentiert das Ergebnis: „Dass sich der Wettbewerb Art of Engineering in der Kunstszene bereits durchgesetzt hat, belegte die Vielzahl von Einreichungen aus Kunsthochschulen und anderen Institutionen, die das Qualitätsniveau noch einmal nach oben getrieben haben. Dazu kam die Aktualität des Themas „IT und Medienkunst“, das den Puls der Zeit perfekt getroffen hat. Eine Vielzahl von Einreichungen war von außergewöhnlicher technischer Qualität. Jedoch erst die Verknüpfung von technischem Knowhow mit künstlerischer Aussage machten die Exponate zu Kandidaten für den Preis. Die sechs Werke, die wir nach intensiver Diskussion ausgewählt haben, verbinden in vorbildlicher Weise innovative IT-Technik und deren Reflexion mit der künstlerischen Umsetzung und einer kreativen Aussage“.
„Mich freut besonders, dass uns die 96 Einsendungen, alle von hoher Qualität, die Akzeptanz des Wettbewerbs in Kunst und Technik zeigen konnten. Unser vordringliches Ziel, nämlich die Begeisterung junger Menschen für eine Kombination komplexer technischer Aktualität und sich augenscheinlich widersprechender Elemente wie Medienkunst, IT und Engineering zu wecken, wurde voll erreicht. Toll ist auch, dass die Hälfte der Preisträger Frauen sind, was im technischen Umfeld leider noch die Ausnahme darstellt“, wertet Frank Ferchau, geschäftsführender Gesellschafter der FERCHAU Engineering GmbH, den Erfolg der nach 2008 zweiten Auflage des „Art of Engineering“.
Die Bekanntgabe der endgültigen Platzierungen und des damit verbundenen Preisgeldes erfolgt im Beisein des Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Herrn Christian Wulff, anlässlich der Hannover Messe 2010.
Die sechs Preisträger und ihre Werke
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„SMSlingshot“ von Patrick Tobias Fischer, Christian Zöllner und Sebastian Piatza, Glasgow, Berlin, Dresden
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Mit Hilfe des sogenannten „SMSlingshot“, der die Form einer Steinschleuder hat, können imaginäre Kugeln an die Medienfassade geworfen werden. Diese Ladungen enthalten eine Nachricht wie auch die Information über die gewünschte Farbe, die zuvor in das Gerät durch den Benutzer eingegeben wurden. An der Wand angelangt, erscheinen Text und Farbverläufe.
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„Spiel mir das Lied vom Tod“ von Benjamin Mayer, Daniel Stock und Martin Spengler, Augsburg
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Ein modifizierter Plattenspieler filtert Pressemitteilungen heraus, die Krieg und Elend der Welt aufzeigen. Die Headlines werden durch Lichter, die am Tonarm montiert sind, auf die mit nachleuchtender Farbe ausgerüstete Platte gedrückt. Nach kurzer Zeit verschwindet der Text wieder und neue Titel werden gezeigt.
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„Scanner III“ von Sanela Jahic, Weimar
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„Scanner III“ ist ein kinetischer Apparat, der eine spannungsreiche Licht- und Geräuschkulisse erzeugt. In Bewegung gebracht, generiert die Maschine ein „entmaterialisiertes“ Bild: eine Art Lichtschleier, der vor dem Betrachter entsteht. Das körperlose Bild zeigt ein schwarzes Erdloch mit Wurzelwerk. Nach den Worten der Künstlerin steht es „für einen inhaltslosen Identifikationspunkt (einen Sprung ins Nichts), eine Verwerfungslinie, die feste Strukturen und Identitätsstiftende Verbindungen auftrennt“. Die kraftvolle Vertikalbewegung der Maschine und das die Bewegung begleitende Geräusch aufreißenden Materials unterstützen diesen Eindruck.
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„Enzyklopädie der Handhabungen“ von Annette Rose, Berlin
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Gegenstand dieser Enzyklopädie sind die Beobachtung und Aufnahme von Handgriffen im Arbeitsprozess. Besonderes Augenmerk wird bei der Betrachtung auf Hände, Werkzeug, Maschinen und kontrollierende Blicke gelegt. Dabei wird der Bezug zu den Fragen bezüglich des Auge-Hand3 Zusammenspiels und der Ersetzbarkeit der Handarbeit durch Automaten hergestellt.
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„Lockvogel“ von Evelina Rajca, Köln
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Fünf Armprothesen, die sich in Größe, Farbe und Alter unterscheiden, sind in verschiedenen Höhen an einer Wand angebracht. Nähert sich eine Person den Prothesen, entscheidet ein Zufallsgenerator, als Reaktion auf das vorangegangene Infrarotsignal, ob gestreichelt wird, oder nicht.
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„Souvi“ von Peter Alt, Michael Ilg und Rainer Wagner, Augsburg
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Auf einer Zeichenfläche wird der Finger als Werkzeug genutzt. Leuchtende und pulsierende Linien folgenden der Fingerspur, wobei sich das Energiezentrum stets auf der zuletzt gezeichneten Form befindet. Aus dies m Bild wird eine akustische Interpretation entwickelt, die eine Rückkopplung zur Visualisierung zulässt.
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Über die FERCHAU Engineering GmbH
Derzeit arbeiten bei der FERCHAU Engineering GmbH mehr als 3.600 Ingenieure, Techniker und Technische Zeichner (Durchschnitt 30.06.09) in über 50 Niederlassungen und Standorten sowie über 60 Technischen Büros. FERCHAU ist u.a. in den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik, Anlagen- und Stahlbau sowie Fahrzeug- und Schienenfahrzeugtechnik tätig.
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