Die Erwartungen der meisten Teilnehmer wurden wohl erfüllt, als sich eine kleine Gruppe von Ingenieuren am 27. August 2009 im Bitterfelder Ambassador Hotel zur zweiten VDI-Zukunftswerkstatt für selbstständige Ingenieure traf. Eingeladen hatte der VDI-Arbeitskreis „Verfahrenstechnik“ und das Büro KVI Weber aus Bitterfeld. Auf „Neudeutsch“ Workshop und Networking war das, was da passierte. Man trifft sich in ungezwungenem Rahmen, stellt sich und seine Aktivitäten vor, tauscht sich aus und lernt voneinander. Doch nicht nur das. Durch das Knüpfen neuer Kontakte, ebenso, wie die Pflege der bestehenden Kontakte zu den anderen „Einzelkämpfern“ der verfahrenstechnischen Ingenieursbranche wird ein Potential gehoben, welches für jeden einzelnen Teilnehmer riesig sein kann. Man ist näher an Trends, ja gestaltet diese aktiv selbst mit und ist unter den Ersten, die davon auch profitieren. Natürlich kann man von diesen Treffen nicht erwarten, dass man als gemachte[r] Mann/Frau mit einer Tasche voll Aufträgen aus der Veranstaltung geht.
Doch was geht denn nun wirklich? Herr Dr.-Ing. Jürgen Röper vom Beratungsbüro 3iP consulting aus Halle brachte es in seinem Vortrag auf den Punkt. Der Einzelne fischt vielleicht im Trüben oder ist er doch der Jäger im großen Ozean. Die Gemeinschaft macht ihn aber erst stark. Die professionelle Kooperation birgt Chancen, die genutzt werden sollten. Mit der von Dr. Röper eingebrachten, kreativen Methodik werden Schnittmengen zwischen den einzelnen Teilnehmer aufgedeckt. Die Ressourcen, also die eigenen Kompetenzen und das eigene Profil jedes selbstständigen Ingenieurs, verlangen auch eine kritische Selbsteinschätzung. Das daraus resultierende Potential wird für jeden fassbar gemacht. Alles weitere bleibt den Teilnehmern selbst überlassen. „Was macht der Einzelne daraus“, könnte eines der Themen für zukünftige Veranstaltungen sein. Ziel ist es, mit den Worten von Herrn Dr. Röper eine „stabile Arbeitsgemeinschaft aktiver Teilnehmer“ zu bilden.
Ich nutzte die Gelegenheit mein Büro KVI Weber aus Bitterfeld-Wolfen und dessen Profil und Aktivitäten vorzustellen. Überraschend und erfreulich war die positive Resonanz. Dass die Teilnehmer von ähnlichen Erfahrungen berichteten und es schnell zu einem Austausch von Meinungen und Tipps kam, war und ist ja das Anliegen dieser Zukunftswerkstatt. Das Konzept funktioniert also. Beim anschließenden gemeinsamen Essen gab es noch weitere Gespräche und einen regen Erfahrungsaustausch. Die nächste Veranstaltung ist schon in Vorbereitung und wird hoffentlich wieder ein Erfolg. Mit einem Auftrag in der Tasche geht hier niemand nach Hause, aber mit vielen Ideen, neuen Erkenntnissen und der Bestätigung für das eigene Handeln.