
Die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH hat ihre neugebaute Entschwefelungsanlage vorfristig in Betrieb genommen. Die Jahreskapazität dieser neuen Anlage beläuft sich auf 1 Million Tonnen.
Diese 120-Millionen-Euro-Investition erlaubt der Raffinerie, noch flexibler den Bedarf des Marktes an schwefelarmen Heizöl, Diesel und Flugturbinentreibstoff zu decken und dabei die in der EU und in Deutschland geltenden Qualitätsvorgaben voll zu erfüllen.
Es war eines der Hauptziele der Investition, 100% der Raffinerieproduktion an Heizöl mit sehr niedrigem Schwefelgehalt zu gewährleisten. Schwefelarmes Heizöl enthält gemessen am bisherigen Standard gerade einmal ein Zwanzigstel Schwefel. Das mit 50 ppm (parts per million/Anteile pro Million) extrem saubere Heizöl bildet die Voraussetzung für den Betrieb der modernen Öl-Brennwerttechnik, die Einsparpotenziale von bis zu 30 Prozent Brennstoff ermöglicht.
Die Realisierung des Projektes erfolgte in einer Bauzeit von etwa 20 Monaten. In der Spitze waren bis zu 300 Bau- und Montagekräfte zahlreicher Firmen aus verschiedenen Ländern Europas vor Ort. Sie haben das Projekt auf hohem Sicherheitsniveau realisiert (kein Unfall bei rund 500.000 Arbeitsstunden). Auch zahlreiche Firmen aus Mitteldeutschland waren an dem Projekt beteiligt.
Die 120-Millionen-Euro-Investition stellt in der zwölfjährigen Raffineriegeschichte die erste neu gebaute Anlage dar, die bei laufendem Betrieb in die technologischen Abläufe eingebunden wurde. Zugleich ist das Projekt die derzeit größte Neu-Investition am Chemiestandort Leuna.
„Mit dem Start dieser hochmodernen Anlage hat sich unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter erhöht“, sagte Raffinerie-Geschäftsführer Reinhard Kroll. TOTAL habe mit dieser Großinvestition ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Erdölverarbeitung in Leuna abgegeben.