Tag der Technik 2009

In diesem Jahr stand uns ein ganz besonderer Tag der Technik bevor. Am 8. Oktober hieß es für die Schüler des N-Zweiges, die Schule für einen Tag zu verlassen, um in Halle und Merseburg an verschiedenen Praktika teilzunehmen. Die sonst mehr oder weniger spannenden und begeisternden Vorträge fielen also weg und bereits 7:15 Uhr fuhren die ersten Busse.

Doch die anfänglichen Beschwerden bezüglich der frühen Zeiten waren schnell vergessen. Der Großteil der Schülerschaft war begeistert von den neuen Erfahrungen, den in der Schule nicht vorhanden Gerätschaften und den praktischen Aufgaben, die die verschiedenen Arbeitsbereiche mit sich bringen konnten und können. Nur in Halle traten während der ersten Pause einige Beschwerden auf, doch diese bezogen sich lediglich darauf, dass die Schüler ihren betreuenden Professor baten, etwas schneller bzw. weniger zu erklären, da das meiste schon bekannt war.

Das der diesjährige Tag der Technik ein absolut voller Erfolg war, lässt sich auch daran sehen, dass Schüler, die bei der Einwahl abwesend waren und einfach zugewiesen wurden, trotz anfänglicher Skepsis und Ablehnung letztlich begeistert von ihren Erlebnissen berichteten.

Auf die Frage, ob das denn nun immer so gehandhabt werden könne, kam oft nur die Antwort „zu teuer“ – ein für die Jugend wenig überzeugendes Hindernis.

Doch auch wir Schüler sehen ein, dass der damit verbundene Aufwand und ebengenannte Kosten durchaus ein Problem darstellen können. Daher würden wir uns sehr freuen, wenn der VDI es ermöglichen könnte, dass derartige Praktika alle zwei Jahre stattfinden könnten. Auf diese Weise hätte jeder Schüler zweimal die Möglichkeit, einen Ingenieurberuf auf praktische Art und Weise kennen zu lernen.

Wie uns des Öfteren verdeutlicht wurde, ist das eigentliche Ziel des Tages der Technik nicht das Vergnügen der Schüler, sondern die Begeisterung dieser für technische und ingenieursorientierte Berufe, in der Hoffnung, dass einige Schüler später einmal derartigen Tätigkeiten nachgehen. Dazu war mancher Vortrag recht hilfreich. Doch wie das mit den Schülern immer ist, schaltet das Gehirn spätestens nach dem dritten Vortrag ab, was nicht nur für die Vortragshaltenden bedauerlich ist. Außerdem dürfte es schwer sein, einen Schüler durch einen Vortrag, was man als Ingenieur alles praktisch machen kann, so zu begeistern. Die Anwendung eben dieser Praktiken der verschiedenen Berufe zeigt zum ersten Mal die Vielseitigkeit und das Attraktive am Ingenieurswesen. Und daher unterstützen  Tage der Technik wie der diesjährige dieses Ziel wohl am meisten.
Antonia Lange, 12n
Landesgymnasium Schulpforte
Ausgabe 5/2009