Nach viereinhalb Jahren intensiver Forschungsarbeit wurde am 10./11. November mit einer festlichen Veranstaltung das Projekt MOSAIQUE Verkehrsforschung in Mitteldeutschland in der Leipziger Eventhalle Da Capo erfolgreich abgeschlossen. Neben zahlreichen Fachvorträgen wurden auf dem sogenannten „Marktplatz der Demonstratoren“ die Projektergebnisse live vorgestellt.
Im Projekt war das Magdeburger Forschungsinstitut ifak verantwortlich für die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure im Verkehrsmanagement (Länder, Kommunen, Verkehrsunternehmen, Wirtschaftsverkehre, Forschungseinrichtungen) über den so genannten „Regionalen Datenpool“. Dieses Kommunikationsnetzwerk ermöglicht den Austausch aktueller Daten und Informationen als Grundlage für ein wirksames Verkehrsmanagement in Mitteldeutschland. Eine Herausforderung war es, die bei den Partnern bereits vorhandenen Systeme ohne aufwendige Änderungen oder Neubeschaffungen in das Kommunikationsnetzwerk zu integrieren. Parallel zur technischen Vernetzung wurden Wege für die organisatorische Abstimmung der Akteure geschaffen. Der erfolgversprechende Ansatz wird im Rahmen der „Kooperation intermodales Verkehrsmanagement“ auch nach Ende des Forschungsprojektes MOSAIQUE weitergeführt.
Sichtbar wird die erfolgreiche Vernetzung der Partner u. a. in den entwickelten Verkehrsinformationsdiensten, die diese Daten für den Nutzer von Bus und Bahn sowie den Autofahrer aufbereiten und anbieten. Vom Magdeburger Institut wurde der personalisierte Verkehrsinformationsdienstes (pVID) für Pendler im Stadtgebiet von Halle umgesetzt und eingeführt. Dieser Dienst informiert den angemeldeten Nutzer über Störungen auf seinen bevorzugten Routen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto. Dabei wird eine Meldung nur dann erzeugt und versendet, wenn der Nutzer auch tatsächlich von der Störung betroffen ist.