Das 1. Photovoltaik-Symposium 2007 fand unter dem Motto „Neue Photovoltaiktechnologien Innovation durch Synergie“ mit über 230 Teilnehmern in der Fachwelt eine bemerkenswert starke Resonanz. Da sich die Photovoltaikindustrie in den zurück liegenden zwei Jahren in der Region Mitteldeutschland und speziell im Solar Valley Thalheim außerordentlich stürmisch entwickelt hat, soll mit dem 2. Symposium der international erreichte Fortschritt in Produktion, Technologie und Forschung auf dem Gebiet der Photovoltaik dokumentiert werden. Es wurden im Solar Valley Thalheim in kurzer Zeit mehr als 5000 neue Arbeitsplätze durch Erweiterung bestehender Firmen und Neuansiedlungen geschaffen. Neue Forschungskapazitäten entstanden nicht nur in der Photovoltaikindustrie vor Ort, sondern auch durch die Gründung des Solarclusters Mitteldeutschland. Durch Photovoltaik-Studiengänge und Stiftungsprofessuren erhielt die akademische Ausbildung an den mitteldeutschen Universitäten und Hochschulen ebenfalls starke Impulse.
Der wirtschaftliche Standortvorteil der Region Bitterfeld-Wolfen für die geschilderte Entwicklung spiegelt sich auch in neuen Produktionskapazitäten für Solarsilizium wider, was ohne die synergetische Wechselwirkung von Chlor- und Siliziumchemie mit der silizium-basierten Solartechnologie nicht möglich gewesen wäre. Darüber hinaus besteht in der Region ein marktorientiertes Bündnis zur Weiterentwicklung und Optimierung der siliziumbasierten Solartechnologien sowie zur Entwicklung unkonventioneller Photovoltaik-Systeme, oft verbunden mit einer leistungsfähigen Glasindustrie.
Neben der siliziumbasierten Technologie zur Produktion von Solarzellen finden zunehmend auch alternative Technologien Anwendung, die z. B. auf Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) basieren. Beide technologische Varianten zur Produktion von Solarzellen sowie -modulen und insbesondere die Entwicklung neuer Technologien erfordern in hohem Maße kooperative Wechselwirkungen mit speziellen Bereichen der Chemischen Industrie, der Polymerindustrie, der Glasindustrie, der Beschichtungstechnik sowie des Maschinenbaus. Hier finden sich die Ansatzpunkte für die angestrebte synergetische Vernetzung geeigneter Unternehmen mit der PV-Industrie und ihrer weiterhin dynamischen Entwicklung in Mitteldeutschland.
Das Symposium findet mit dem Ziel statt, internationale Entwicklungstrends der Photovoltaik aufzuzeigen und das Leistungspotential Mitteldeutschlands auf diesem Gebiet vorzustellen und zu diskutieren. Angestrebt ist der Auf- und Ausbau eines deutschlandweiten Netzwerkes der PV-Industrie, Unternehmen der Chemischen Industrie und des Maschinen- und Anlagenbaus sowie von Forschungseinrichtungen. Diese Trends sollen auch in einer Podiumsdiskussion unter dem Motto des Symposiums beleuchtet werden.
Das Symposium wendet sich vor allem an Naturwissenschaftler, Ingenieure und Verfahrenstechniker, die in Forschung, Entwicklung und Produktion der oben genannten Industriezweige sowie in Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen tätig sind.
Im Rahmen der Veranstaltung wird die Möglichkeit zu intensiven Gesprächen geboten, die der Anbahnung und Vorbereitung von Forschungsprojekten und Produktentwicklungen dienen können und sollen. Betriebsbesichtigungen sind nach Vereinbarung möglich.
Für Studenten höherer Semester bietet das Symposium ein geeignetes Forum, um Forschungsergebnisse einem sachkundigen Publikum vorzustellen. Das ist in Anbetracht des zukünftigen Personalbedarfs der PV-Industrie von besonderem Interesse.
Personalbörsen der Firma Q-Cells SE und weiterer PV-Firmen der Region ermöglichen, erste Kontakte für eine berufliche Perspektive knüpfen zu können.
Neben dem Plenarprogramm (eingeladene Vortragende, s. u.) ist genügend Zeit vorgesehen, um Forschungsergebnisse und Firmenprofile in Kurzvorträgen, in Form von Postern (Höhe/Breite = 1,5 m/0,90 m) sowie Firmen- und Produktpräsentationen (Tischfläche: 1,4 m x 0,7 m) vorstellen zu können.
Firmen- und Produktpräsentationen sind kostenpflichtig.