
Ingenieurmonitor aktuell: Im April 2009 konnten 64.000 Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Das entspricht einem Rückgang von knapp 2 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Trotz des leichten Rückgangs des Stellenangebots für Ingenieure im siebten Monat in Folge, ist dies nach wie vor ein hohes Niveau, kommentierte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs die aktuellen Arbeitsmarktzahlen des Ingenieurmonitors. Etwa die Hälfte der freien Stellen ist in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern zu besetzen. Besonders gefragt sind nach wie vor die Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure, deren Anteil 40 Prozent aller offenen Stellen ausmacht.
Trotz der Zunahme der arbeitslos gemeldeten Ingenieure auf 25.000, gibt es daher nach wie vor eine Lücke von 40.000. Diesen Mangel müssen wir ernst nehmen, so Fuchs. Eine aktuelle VDI/IW-Studie zeigt, dass jedes fünfte Unternehmen in den kommenden fünf Jahren Ingenieure ersetzen muss, die altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die Besetzung neuer Ingenieurstellen droht zu scheitern, da die Zahl der Ingenieurabsolventen bestenfalls reichen wird, um den entstehenden Ersatzbedarf zu decken. Wir empfehlen den Unternehmen auch in Krisenzeiten ihr wichtiges Know-how zu sichern und sogar auszubauen, um gestärkt aus der Krise hervorgehen zu können. Es drohen sonst Wettbewerbsnachteile.
Neu ist der Ingenieurmonitor, der ab sofort monatlich umfangreiche Daten und Fakten zum Ingenieurarbeitsmarkt liefert und jeweils ein Schlaglicht auf ein Bundesland oder eine Region wirft. Betrachtet werden sowohl das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot im Ingenieursegment, Arbeitslosenzahlen und Fachkräftelücken als auch Vergleiche zum Vormonat gezogen. Außerdem fokussiert der Ingenieurmonitor in einer Region den Ingenieurarbeitsmarkt und zeigt die Entwicklungen über die letzten neun Jahre auf. Der Monitor ist kostenlos erhältlich und kann online (
www.vdi.de/ingenieurmonitor) oder als Broschüre abonniert werden. Die Zusammenstellung wird vom VDI in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln angeboten.