Magdeburger Forschungsinstitut ifak und peruanisches Wasserunternehmen unterzeichnen Kooperationsvertrag

Generalmanager Jorge Barco Martínez (SEDAPAL) und Professor Dr. Ulrich Jumar (ifak
Am 13. März dieses Jahres haben das gemeinnützige Magdeburger Forschungsinstitut ifak (Institut für Automation und Kommunikation e. V.) und das staatliche Wasserver- und Entsorgungsunternehmen von Lima/Peru SEDAPAL eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Diese Vereinbarung manifestiert die bereits bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb des deutsch-peruanischen Forschungsprojektes "Nachhaltiges Management von Wasser und Abwasser in urbanen Wachstumszentren unter Bewältigung des Klimawandels - Konzepte für Lima Metropolitana (Perú) - Lima Water (LiWa)", das vom BMBF im Zuge seines Megastädte-Forschungsprogramms gefördert wird.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes, in dem insgesamt zehn Partner aus Deutschland und aus Peru international und interdisziplinär zusammen arbeiten, werden Hilfsmittel und Methoden entwickelt, die die nachhaltige Bewirtschaftung der knappen Wasserressourcen der 8-Millionen-Stadt Lima, in der es praktisch nie regnet (jährliche Niederschlagsmenge: 9 mm) unter den Herausforderungen des gerade in Peru sich besonders auswirkenden Klimawandels unterstützen sollen.

Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in Lima
Das Projekt besteht aus den drei eng miteinander verzahnten Hauptkomponenten "Makromodellierung", "Partizipationsverfahren" und "universitäre Ausbildung". Die Ergebnisse des Projektes werden auch auf andere Megastädte übertragbar sein. Die Gesamtkoordination obliegt dem Magdeburger Institut ifak.

SEDAPAL versorgt den Großteil der Bevölkerung der Metropolregion Lima mit Trinkwasser und übernimmt die Abwasserentsorgung. Derzeit werden lediglich ca. 15 % des Abwassers gereinigt; der Bau von weiteren Kläranlagen ist in Vorbereitung. Aufgrund der Wasserknappheit wird in Lima zum Teil auch ungereinigtes Abwasser zur Bewässerung im Gemüseanbau verwendet.

Generalmanager Jorge Barco Martínez (SEDAPAL) und Professor Dr. Ulrich Jumar (ifak), zusammen mit den anderen Partnern des Projektes, erhoffen sich von dieser Kooperation einen gemeinsamen Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen. Das Projekttreffen 2010 in Deutschland befindet sich bereits in Planung.
ifak – Institut für Automation und Kommunikation e.V. Magdeburg
Werner-Heisenberg-Str. 1
39106 Magdeburg

Tel.: 0391 9901525
Fax.: 0391 9901590

E-Mail
Ausgabe 2/2009