
Agrartechnik gab es irgendwie schon immer, auch im VDI. Bereits 1919 fand im VDI-Vereinshaus in Berlin eine einwöchige Tagung „Technik in der Landwirtschaft“ statt. Im selben Jahr erschien im VDI-Verlag die erste Ausgabe der gleichnamigen Zeitschrift. Noch früher, im Jahr 1905, wurde der Namensgeber der heutigen Agrartechnik-Gesellschaft im VDI, Max Eyth, mit der höchsten VDI-Ehrung, der Grashof-Denkmünze, ausgezeichnet.
Nach einigem Auf und Ab der Rolle der Agrartechnik im VDI in der Vor- und Kriegszeit gab es am 13. Oktober 1958 den eigentlichen Startschuss für die heutige Erfolgsgeschichte. An diesem Tag fand die konstituierende Sitzung zur Gründung einer „VDI-Fachgruppe Landtechnik“ im VDI-Haus in Düsseldorf unter dem Vorsitz von Professor Dr.-Ing. Dr. agr. h.c. Willi Kloth (1891-1967) statt.

In einem Festvortrag „50 Jahre Agrartechnik im VDI“ würdigte Professor Dr.-Ing. Dr. h.c. Karl Theodor Renius auf der internationalen Tagung LAND.TECHNIK in Stuttgart-Hohenheim die volkswirtschaftliche Bedeutung der Agrartechnik und ihren Weg im VDI. Kaum ein Agrartechniker kennt die Entwicklung besser als Renius, der bereits seit 1973 VDI-Mitglied ist, und neben vielen Ehrenämtern im VDI von 1995 bis 1997 auch den Vorsitz der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI inne hatte.
Die organisatorische Zusammenführung der Max-Eyth-Gesellschaft für Agrartechnik (MEG) mit der VDI-Gesellschaft Agrartechnik zum Jahreswechsel 1994/95 war nach Auffassung von Renius der bedeutendste Meilenstein der vergangenen 50 Jahre. Damit wurde im VDI eine Gesellschaft geschaffen, die den Agrartechnikern national und international eine starke Stimme verleiht.