Auto ohne Außenspiegel – geht das?

VDI Bezirksgruppe Burgenlandkreis auf Exkursionstour in Aachen


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Die VDI Bezirksgruppe Burgenlandkreis war vom 11. bis 14. September 2008 mit 12 Teilnehmern zur Exkursion in die Naumburger Partnerstadt  Aachen unterwegs. Die Aachener Kollegen waren im Juni im Burgenlandkreis zu Gast, wie in der IngPost 3-08 berichtet wurde,  und hatten zum Gegenbesuch eingeladen.

Nach der Anreise und Begrüßung durch den Vorsitzenden des VDI Aachener BV, Herrn Prof. Corves,  in Heerlen (NL), wo wir Quartier genommen hatten, gab es einen Begrüßungsabend im dortigen Hotelrestaurant.

Am Freitag, dem 12. September, waren wir zunächst bei der Firma Bombardier zu Besuch. Mit einigen Vorbehalten hatten wir den Weg dorthin angetreten, weil dieser Konzern das Werk in Halle-Ammendorf  geschlossen hatte. Nachdem dieses Thema kritisch von unseren Teilnehmern angesprochen wurde, erläuterte man uns den steinigen Weg der Übernahme des traditionsreichen Aachener Familienunternehmens Talbot im Jahr 1995 durch die Bombardier-Gruppe. Auch der Standort Aachen hat seine Probleme; das Werk ist nur noch ein Montagewerk von Doppelstockzügen und Zügen des Typs  TALENT. Für diese Produktion wurde die Belegschaft von ehemals über 2000  auf ca. 700 Mitarbeiter reduziert.. Nach dem Mittagessen fuhren wir an die Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH), deren Gründung man aus heutiger Sicht als Strukturförderungsmaßnahme“ des preußischen Staates bezeichnen würde, nachdem Aachen zu Preußen gekommen war. Da einige Teilnehmer von uns aus der Elektrobranche kamen, war für diese Kollegen die Besichtigung des  dortigen Blockheizkraftwerkes hochinteressant. Dieses versorgt seit über 35 Jahren die umliegenden Institute und das riesige Universitätsklinikum stabil mit Wärme, Strom und anderen Medien.

Höhepunkt am Nachmittag war der Besuch des Instituts für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen. Hier konnte uns Prof. Biermann  Entwicklungen am PKW zeigen, die einen günstigeren Energieverbrauch möglich machen. Darunter war ein PKW, der ohne Außenspiegel ausgestattet war, um den Luftwiderstand zu minimieren. Für die Rückspiegel waren Kameras  und entsprechende Bildschirme eingebaut. Für ein verbessertes Kaltstartverhalten, wurde das Kühlwasser in einer Art Thermoskanne gespeichert.

Der Samstag wurde gemeinsam mit den Aachener Kollegen des VDI gestaltet. Nach dem leider sehr verregneten Stadtrundgang mit Stadtführer gab es einem kleinen Mittagsimbiss im Institut für Getriebetechnik der RWTH, dem Lehrstuhl von Herrn Prof. Burkhard Corves. Er hatte in Anbetracht des bevorstehenden langen Tages dazu eingeladen, um anschließend gestärkt  am Festakt im Krönungssaal  des Aachener Rathauses teilnehmen zu können. Dort wurde  die Verlängerung der Städte-Partnerschaft  Aachen – Naumburg nach 20 erfolgreichen Jahren von den Oberbürgermeistern Herrn Dr. Jürgen Linden (Aachen) und Herrn Bernward Küper (Naumburg)  feierlich besiegelt.

Danach ging es weiter in das beschauliche Städtchen Monschau (frz. „Berg der Freude“) mit Stadtführung. Der Tag klang im gemütlichen Rahmen in Monschau aus, wo wir die historische Senfmühle (noch mit Transmission) besichtigen und 19 verschiedene Senfsorten verkosten konnten. Der geschäftstüchtige Inhaber Herr Breuer hat gleich nebenan noch das Restaurant „Schnabuleum“ errichtet, in dem der Tag bei einem leckeren senfgeprägten Menü ausklang. Zum Dank wurde dem Vorsitzenden des Aachener BV Herrn Corves ein Bleiglasbild mit einer Darstellung des Naumburger Marientors übererreicht und natürlich eine gute Flasche Freyburger Wein mit VDI-Aufkleber des Hallschen BV. Bei der Verabschiedung von den Aachener Teilnehmern  waren alle dafür, die bestehenden guten Kontakte weiterzuführen.

Bevor wir dann am Sonntag wieder abgereist sind, hatten wir noch eine sehr schöne Stadtführung im historischen Maastricht (NL), wo es etwa 2000 Kulturdenkmäler gibt,  bei strahlendem Sonnenschein.

Gerhard Brüsehaber und Bernd Schmidt
Vorstandsmitglieder im VDI Hallescher BV

Ausgabe 4/2008