
„Als wir am 16. Mai 2002 die Kooperationsvereinbarung auf dem Campus der Hochschule unterzeichneten, gab es viele Jahren zuvor zahlreiche Absichtserklärungen, die Fachhochschule Merseburg besser in die Region einzubinden“, erinnerte sich Rektor Prof. Heinz W. Zwanziger an die Anfänge. Inzwischen hat sich die Dreier-Partnerschaft zur einer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte entwickelt.
Rund vierzig Projekte wurden in den vergangenen fünf Jahren der Kooperation in Angriff genommen und umgesetzt. „Die Studenten der Hochschule produzieren Ideen ohne Ende. Ihnen fällt vieles auf, sie hinterfragen kritisch und packen mit Lust die Sachen an“, freut sich der Rektor über seine Studenten. Er ist auch froh darüber, dass der Landkreis mit im Boot sitzt. Projekte wie „Chemie zum Anfassen“ und die Nutzung der Dürer-Sporthalle wären ohne die Kooperation mit der Kreisverwaltung nicht denkbar.
In drei Schwerpunktbereiche unterteilte sich der Vertrag damals:

Förderung von Weiterbildung, Kultur und Soziales, die Förderung des Sports und die Zusammenarbeit im Rahmen der Wirtschaftsförderung.
Eine zentrale Position nahm dabei die Integration der Studenten in das Leben der Stadt ein.
Merseburgs Oberbürgermeister Reinhard Rumprecht ergänzte: „Die Stadt braucht die Hochschule als Input für das, was sie nicht leisten kann.“ Ein zentrales Thema nehmen dabei die Merseburger Kulturgespräche ein, die einmal jährlich stattfinden und die kulturelle und touristische Entwicklung Merseburgs vorangetrieben haben. Zahlreiche nachhaltige Projekte sind daraus entstanden.
Weitere Highlights waren das Fest „50 Jahre Hochschulstadt Merseburg“ auf dem Marktplatz, die Gründung des Merseburger Kunstvereins (Ergebnis der Merseburger Kulturgespräche), das Lichtprojekt „MERLicht“ (siehe Bild), die Merseburger Defa-Filmtage, die IBA-Projektgruppe („Neue Milieus - neue Chancen“) und die vielen Teilnahmen von Studenten an gemeinsamen, touristischen Projekten. Ein besonderer Höhepunkt war die Eröffnung des Bankhauses in der König-Heinrich-Straße in Merseburg. Hier flossen studentische Ideen in alternative Wohnkonzepte ein.

Gegenwärtig werden die Kontakte zur chinesischen Partnerhochschule Jiangsu Teachers University vertieft. 80 chinesische Studenten studieren bereits auf dem Campus und weitere werden demnächst folgen. Eine Städtepartnerschaft zwischen Merseburg und Jiangsu ist nicht auszuschließen.
Nächster Höhepunkt ist das Campusfest am 16. Juni. Das wird, nicht nur wegen der Campus-Sanierung, in der Stadt (Rischmühleninsel) durchgeführt. „Die Studenten wollen auch hier ein Zeichen setzen“, so Prof. Zwanziger.