Presseinformation 30.04.07
14. Anwendertreffen der Simulationssoftware SIMBA
Etwa 40 Experten der Abwasser- und Wassertechnik aus ganz Deutschland trafen sich am 02. und 03. Mai in Halle/Saale zur jährlich stattfindenden Fachtagung der SIMBA-Anwender.

Das vom Forschungsinstitut ifak e.V. Magdeburg entwickelte Simulationssystem SIMBA ist ein Computerprogramm, mit dem sich sowohl das Verhalten von Kanalnetzen zur Abwasserableitung als auch das Verhalten von Kläranlagen simulieren lässt. Existierende Netze und Anlagen oder auch künftig geplante Varianten werden als virtuelles Abbild im Computer aufgebaut und werden dann in verschiedenen Szenarien simuliert. Planer und Betreiber können so im Vorab detailliert sehen, welche Fließgeschwindigkeiten sich z. B. im Kanalnetz einstellen, ob es möglicherweise zu Ablagerungen oder Geruchsproblemen kommen kann und ob auch bei Starkregen die Kläranlage noch weitgehend sauberes Wasser in den jeweiligen Fluss einleitet. Diese Computersimulation hilft den Verantwortlichen, die Konsequenzen von komplexen Planungsentscheidungen im Hinblick auf technische Funktion, zu erwartende Kosten und bezüglich der Umweltauswirkungen zu durchschauen. Deutschlandweit hat sich für diese Anwendung das System SIMBA etabliert, das in Magdeburg laufend weiterentwickelt wird. Für die gemeinsame Simulation von Kanalnetzen, Kläranlagen bis hin zur Wasserqualität der Flüsse, in die das hoffentlich weitgehend gereinigte Abwasser eingeleitet wird, existieren weltweit weniger als eine Handvoll von Computerprogramme, unter denen sich das in Sachsen-Anhalt entwickelte System behauptet.
Mit dem Anwendertreffen wurde neben den Fachbeiträgen und dem Austausch über gemeinsame Erfahrungen mit der Software und neue Verfahrensweisen im Abwasserbereich von den Veranstalten ein zusätzliches Ziel verfolgt: den Teilnehmern soll Sachsen-Anhalt näher gebracht werden. Neben Dessau, Wittenberg, Wernigerode, Magdeburg etc. ist 2007 Halle/Saale, „Kulturhauptstadt“ Sachsen-Anhalts, der Tagungsort.
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