Dieses Schopenhauer-Zitat kennzeichnet alle „lebenden“ Strukturen so auch den BV Halle des VDI!
In den vergangenen Monaten und Jahren gab es vielfältige Wechsel im VDI auf allen Ebenen und mehr oder weniger augenfällig. Das reicht vom VDI-Logo und der Person des VDI-Präsidenten bis zu einzelnen Aktiven der Arbeitskreise der Bezirksverbände und Bezirksgruppen. So sind auch Wechsel im Vorstand eines Bezirksvereins Zeichen eines aktiven Vereinslebens.
Vor etwas mehr als zwei Jahren, als sich eine gewisse Entspannung nach beruflichem Neubeginn und familiären, gesundheitlich bedingten Einschränkungen abzeichnete, begann ich mehr oder weniger regelmäßig an Veranstaltungen des BV teilzunehmen. Dabei kam ich schnell in Kontakt mit Prof. Klöditz, der mich zu aktiver Mitarbeit aufforderte. So wurde ich von der Jahresmitgliederversammlung 2006 in den Vorstand des BV gewählt. Neben seiner erklärten Absicht einer „Verjüngung“ des Vorstandes ließ Prof. Klöditz von Beginn an auch keinen Zweifel daran, nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst sein Amt als BV-Vorsitzender niederzulegen und mich als seinen Nachfolger vorzuschlagen. Meine Bedenken wurden im Laufe dieses ersten Jahres als Vorstandsmitglied durch die überaus konstruktive Unterstützung der Vorstandskollegen soweit abgebaut, dass ich mich der Herausforderung gestellt habe.
Trotzdem empfinde ich es als keine leichte Aufgabe, den Staffelstab von Detlef Klöditz zu übernehmen, der mit großem Engagement und weitreichenden Kenntnissen und Beziehungen (nicht nur) den BV-Halle seit 1990 in unterschiedlichen Funktionen geprägt hat.
Der BV-Halle ist verglichen mit wesentlich mitgliederstärkeren BV’s vielfältig aktiv. Trotzdem ist im Sinne der eingangs genannten Erfahrung eine stetige Veränderung sinnvoll, der ich mich in dieser Amtsperiode stellen will. Qualität nicht Quantität war und ist das erklärte Ziel des Vorstandes auch für die Zukunft. Da wurde in den letzten Monaten manches überdacht und Neues gestaltet wie z.B. die IngPost. Weiteres wird folgen. Naturgemäß laufen solche Veränderungen nicht immer reibungsfrei ab - aber aus Fehlern kann man lernen. Auch das ist ein Kennzeichen „lebender“ Strukturen.
Somit sind mit dem Wechsel an der Spitze keine Revolutionen zu befürchten. Das ist beruhigend.
Trotzdem möchte ich daran erinnern, dass die „Aktiven“ eines Vereins, diese Aufgaben ehrenamtlich und oft neben ihrer beruflichen Tätigkeit ausüben. Dabei werden auch die beruflichen Anforderungen immer vielfältiger. Vor diesem Hintergrund möchte ich mein Statement nach der Wahl zum BV-Vorsitzenden hier sinngemäß wiederholen: die bis zur Halskrause im Beruf steckenden Ingenieure können nur mit der Unterstützung erfahrener und gelassener Ruheständler die Jugend für Technik und damit auch für den Ingenieurberuf begeistern! Die Hochschullehrer müssen den Ingenieurstudenten die Mitgliedschaft im VDI so nahe bringen, dass sich die Absolventen spätestens nach Berufseintritt und ggf. unter Mitwirkung älterer Kollegen für eine Mitgliedschaft entscheiden. Nur „altersgemischt“ haben wir als (Bezirks-)Verein eine Zukunft, die den Satzungszielen des VDI gerecht wird! Andernfalls werden wir wie „Teilnehmer am XY-Krieg“ einfach biologisch aussterben.
Es gibt auch im BV-Halle Beispiele, dass diese „Generationenkette“ keine leere Idee ist.
Als Verein leben wir vom Engagement der Mitglieder: machen Sie mit, tragen Sie Ihre Vorstellungen und Ideen an den Vorstand, die Arbeitskreisobleute, an mich heran, damit wir gemeinsam einen „lebenden“ Verein gestalten! Ich freue mich auf diese gemeinsame Arbeit!
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