Für den 43. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zehn junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen-Anhalt qualifiziert. Die Landessieger 2008 wurden heute in einer Feierstunde in Anwesenheit von Winfried Willems, Staatssekretär im Kultusministerium, ausgezeichnet. Insgesamt waren 56 Teilnehmer mit 37 Projekten beim Landeswettbewerb in Magdeburg angetreten, der von der E.ON Avacon AG ausgerichtet wurde.
Den Landessieg im Fachgebiet Biologie errang Carolin Breitling vom Albert-Einstein-Gymnasium Magdeburg. Ziel ihrer Arbeit war es, am Beispiel von Guppys zu zeigen, dass die Existenz von zwei verschiedenen Geschlechtern ein gravierender Evolutionsvorteil ist. Dafür wertete die 17-Jährige die Ergebnisse eigener Beobachtungen statistisch aus und stellte zudem theoretische Überlegungen an. Im Fachgebiet Chemie ging der 1. Preis an Elisabeth Hahn (13) und Philipp Griehl (16) vom Elisabeth-Gymnasium in Halle. Die Schüler überzeugten die Jury mit einem speziellen Umwelttest. Mithilfe von Hefe gelang es ihnen, Schadstoffe beispielsweise in verschiedenen Materialien nachzuweisen.
Anja Adler (18) von der Universität Halle-Wittenberg ging in ihrer Forschungsarbeit der Frage nach, inwiefern sich Porphyr, ein feinkörniges Vulkangestein mit eingestreuten Kristalleinsprenglingen, für die Rekultivierung beispielsweise von alten Tagebauflächen eignet. Sie siegte im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Mit dem Web 2.0 befasste sich Patrick Trübe (15) im Fach Mathematik/Informatik. Der 15-jährige Schüler vom Europagymnasium Richard von Weizsäcker in Thale präsentierte ein neues System zur Erstellung und Pflege von Internetauftritten, bei dem er bewährte wie auch moderne Techniken mit eigenen Ideen kombinierte.
Dmytro Bershadskyy (19) und Daniel Ferenc Rose (18) untersuchten die sogenannten Schwingungsmoden in kugelförmigen Flüssigkeiten. Dabei handelt es sich um die Eigenschaften von Wellen hinsichtlich ihrer Energieverteilung. Das Projekt der Schüler vom Gymnasium Werner-von-Siemens in Magdeburg konnte sich in der Physik durchsetzen.
Im Fachgebiet Technik siegten David Terlinden (19) und Tina Rosner (16), die ebenfalls das Gymnasium Werner-von-Siemens besuchen. Sie entwickelten eine sensorlose Drehzahlregelung für Gleichstrommotoren von autonomen Robotern. Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit errang Pierre Holzgräbe (17) vom Paul-Gerhardt-Gymnasium in Gräfenhainichen. Aus preisgünstigen Bauteilen konstruierte der 17-Jährige ein sogenanntes Magnetometer. Das hochauflösende Gerät wird zur Vermessung des Erdmagnetfelds verwendet.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 43. Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 in Bremerhaven statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem diesjährigen Bundespaten, den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e. V., der Landesvereinigung der bremischen Arbeitgeberverbände.
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