REGIONALER INGENIEURPOOL e.V. im Mansfelder Land feiert 10-jähriges Bestehen


Nach einigen Anläufen, gründeten am 8.April 1997 auf Initiative des VDI Hallescher Bezirksverein  in den Räumen des Technologie- und Gründerzentrums des Mansfelder Landes (TGZ) Ingenieure  einen Verein zur Selbsthilfe für Arbeitssuchende. Da die hohe Arbeitslosigkeit  nicht nur ein Problem unserer Region war, gründeten sich auch in anderen Regionen ähnliche Vereine mit Unterstützung der Ingenieurhilfe des VDI, die uns ebenfalls am 16. 05.1997 gewährt wurde. Mit dieser Unterstützung, Mitgliedsbeiträgen und dem TGZ als juristisches Mitglied waren wir in die Lage versetzt, ein kleines Büro für Beratungen, Kontaktaufnahmen und  Bewerbungen zu betreiben. Das Vereinsziel war, Hilfe zur Selbsthilfe, um den Anschluss an den Arbeitsmarkt nicht zu verlieren. Mit der Vergabe von kleinen Projektaufgaben und Vortragsreihen sollten Wissen und Berufserfahrung anwendungsbereit gehalten werden. Durch erneut gewonnenes Selbstvertrauen haben zahlreiche Mitglieder wieder den Einstieg ins Berufsleben gefunden. Hilfreich für Angebote auf dem 1. Arbeitsmarkt war dabei die Vernetzung der einzelnen Pools durch den VDI. Dank der Zusammenarbeit mit Institutionen und Behörden wurden mit ABM-Maßnahmen  und durch Begeleitungen in die Selbständigkeit erste Starthilfen gegeben.

Mit der Wiederbeschäftigung sank unsere Mitgliederzahl drastisch und das einst gestellte Vereinsziel war damit erfüllt.

Wir wandten uns nun stärker den Ausbildungssuchenden zu- im Rahmen des Projektes „Lernende Region südliches Sachsen-Anhalt“ mit  dem Querschnittsthema „ Praxisnahe Berufsorientierung/ -findung“ .Dies wurde sehr erfolgreich seit vier Jahren  für Berufseinsteiger mit Leben erfüllt. Mit zunehmendem Engagement und wachsenden Erfahrungen  wurden und werden Schüler nach Interessengebieten zu Exkursionsgruppen zusammengefasst, die so außerschulisch Studieninformationen erhalten bzw. Ausbildungsberufe im Handwerk, Industrie- und Wirtschaftsbetrieben kennen lernen. Hauptziel ist die Minimierung von Ausbildungsabbrüchen durch bessere Berufsvorinformationen, Erkennen der Ausbildungsanforderungen und  realitätsbezogene Berufswünsche mit Ausrichtung auf Industrieanforderungsprofile. So wurden bisher pro Projektjahr vom RIP mehr als 90 Veranstaltungen und zahlreiche Einzelberatungen organisiert und durchgeführt, an denen interessierte Schüler und Eltern partizipierten. Bei vielen Veranstaltungen zeigt sich immer wieder die mangelnde Kenntnis zu Studien- bzw. Berufsanforderungen, -inhalten und –chancen.  Deswegen sehen wir in unserer Arbeit einen notwendigen und wichtigen Beitrag bei der Entscheidungsfindung  für den Übergang von Schule zur Ausbildung. Durch die engen Kontakte zu Universitäten, Hochschulen und zu mehr als 70 Betrieben der Region werden stets die aktuellen Informationen praxisbezogen weiter gegeben.

Durch die aktuelle Mitwirkung in einem neuen Projekt

                          „ JOBSTARTER – Ausbildung für die Mansfelder Region“

haben wir uns zu den bisherigen Aufgaben noch weitreichendere Ziele gesetzt.

Nur durch das gemeinsame Wirken aller in der Bildung Tätigen für eine durchgängige Begleitung der Jugendlichen von Schule – Beruf – Arbeit werden wir den qualitativen Anforderungen der Wirtschaft an die Berufsreife und Zugangsvoraussetzungen der Jugendlichen- vor dem Hintergrund negativer Demographie künftig gerecht. Der VDI Hallescher Bezirksverein steht weiterhin hinter der neuen Zielstellung des RIP e.V. zur praxisnahen Berufsorientierung und -findung und beteiligt sich mit einem Vortrag an der Jubiläumsveranstaltung am 26. April 2007 in Lutherstadt Eisleben.

Programm zum Download: Flyer 1 (pdf) Flyer 2 (pdf)

Ero Schüler
Vereinsvorsitzender

Ausgabe 2/2007