GPMS – ein Beitrag zur Lösung der Energieprobleme

Die weitere Entwicklung der Energieversorgung steht gegenwärtig im Fokus des öffentlichen Interesses. Der Klimawandel durch den Anstieg der CO2 – Immissionen führt zu einem Paradigmenwechsel bei Bewertung der Energieträger. Für dezentrale Energieversorgungskonzepte, die zudem geprägt sind vom stärkeren Einsatz regenerativer Energieträger, sind neue Energiemanagementsysteme erforderlich.

Durch die Nutzung von heute in vielfältiger Weise zur Verfügung  stehender Kommunikationssysteme werden auch die Anforderungen an  die Netzkonformität besser erfüllt. Das gemeinsam von der Endi AG aus Halle und der Delta Automation GmbH aus Schkopau entwickelte GPMS (Green Power Managements System) besteht aus Modulen zur Planung , zur Steuerung , zur Abrechnung und zur Vermarktung. Für die Planung werden entsprechende Prognosemodelle zur Verfügung gestellt, welche Wetterdaten mit den spezifischen Kennwerten der
verschiedenen Anlagen kombinieren. Durch gezielte Auswertung des Wartungs- und Instandhaltungsgeschehens und der Prognoseergebnisse sind gute Planungsvorgaben möglich. Die Steuerung des Kraftwerkspools erfolgt auf der Basis von ¼ -Stundenfahrplänen deren Einhaltung im Monitoring überwacht wird.

Mit dem Bilanzkreismanagement wird  im GPMS die Voraussetzung für die Abrechnung von netzübergreifend eingespeisten Energiemengen geschaffen. 
Das Bilanzkreismanagement ermöglicht auch die Teilnahme am Regelenergiemarkt, welcher im Rahmen einer weiteren Energiemarktliberalisierung noch an Bedeutung
gewinnen wird. Die Optimierungsfunktion des GPMS erlaubt ein Benchmarking  für alle am Pool teilnehmenden Anlagen.

Abgerundet wird das System durch ein Tool zum standardisierten Fahrplanaustausch mit anderen Marktteilnehmern.

Externe Links: Delta-Automation

E. Förster
Geschäftsführer Technik
Delta Automation GmbH Schkopau
Ausgabe 2/2007