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Tag der Technik in der Landesschule Pforta
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Der Tag der Technik ist an der Landesschule Pforta vielleicht noch keine so alte Tradition wie das Martini-Gänseessen. Trotzdem gehört er unter den Anhängern des naturwissenschaftlichen Zweiges längst zu den wichtigsten Ereignissen des Schuljahres. Schließlich sind wir neugierig zu sehen, was man mit den im Mathe-, Physik- und Chemieunterricht erlernten Grundlagen in der Praxis so alles anstellen kann.
Bereits eine Woche zuvor trugen sich die mehr als 125 Naturwissenschaftler in Listen für die Vorträge der beiden diesjährigen Sektionen „Sicherheit in der Technik“ und „Technik im Nano-Bereich“ ein. Auch interessierte Schüler der musischen und der sprachlichen Klassen nutzten die Gelegenheit, einen Tag lang in die Welt der Technik einzutauchen.
In diesem Jahr hatte der Tag der Technik für mich (und sicher auch viele meiner Mitschüler) aber noch eine andere Bedeutung: Als Abiturjahrgänger ist uns jeder Anhaltspunkt bei der Suche nach einem interessanten, aussichtsreichen Beruf oder Studium willkommen.
Dabei war es noch nicht einmal ein „Tag“ im klassischen Sinne; denn den ersten Höhepunkt erlebten wir bereits am Vorabend. Herr Prof. Neinhuis zeigte in seinem Vortrag über Bionik auf sehr anschauliche Weise dem bis zum letzten Platz gefüllten Kleinen Festsaal der Landesschule, wie die Natur als Vorbild für stabile, wirtschaftliche Baustoffe, Materialien oder Konstruktionen dienen kann.
Die Eröffnungsveranstaltung fand am nächsten Morgen in der neu renovierten Aula statt. Es begrüßte uns Frau Prof. Dr. Hartmann, die die zahlreichen Möglichkeiten von Nachwuchsingenieuren betonte. Unser Rektor Herr Dr. Däumer folgte mit ermunternden Worten. Zum hundertsten Jubiläum des VDI stellte Prof. Dr. König von der TU Berlin in einem kurzen Abriss die Geschichte der Ingenieurskunst von den alten Ägyptern bis zur Gegenwart vor.
Danach blieb uns noch ein wenig Zeit, im „Speaker’s Corner“ einzelne Fragen an die Referenten zu stellen, bis um elf Uhr schließlich die Themenvorträge begannen.
Um Sicherheit in der Stromversorgung drehte sich der Vortrag von Herrn Saupe (eniva Verteilnetz GmbH); gleichzeitig erklärte Herr Dr. Knörgen von der Universität Halle-Wittenberg, welche Anwendungen Magnetresonanztomografie in der Medizin und Psychologie findet.
Nach der Mittagspause beeindruckte Herr Dr. Wiedemann vom Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme der Universität Braunschweig mit einer sehr professionellen und spannenden Darstellung zur Entstehung und Verteilung von Weltraummüll.
Herr Prof. Dr. Horton von der Universität Magdeburg stellte parallel unter dem Titel „idea engineering“ auf unterhaltsame und interessante Weise dar, wie man ohne viel Kopfzerbrechen neue, kreative Einfälle entwickeln kann.
Den Abschluss bildete ein Vortrag über die Sicherheit in der Schienenfahrzeuginstandhaltung von Herrn Basler, DB Regio AG Thüringen, sowie Herr Dr. Petzolds Querschnitt über den Einsatz von Nanotechnologie in der Werkstofftechnik. Wie bei jedem Vortrag hatten wir auch hier danach die Möglichkeit, noch einmal genauer nachzuhaken, so dass die brennenden Fragen noch vor Ort befriedigend beantwortet werden konnten.
Persönlich zeigte mir mein vierter Tag der Technik nicht nur Einblicke in einige der vielen verschieden Arbeitsbereiche von Ingenieuren abseits der Schulbücher, sondern wirkte sicher auch sehr inspirierend im Hinblick auf Ideen für meine berufliche Laufbahn.
In diesem Sinne noch mal ein Dankeschön an die Referenten, Organisatoren und alle anderen, die den 9. Tag der Technik möglich gemacht haben.
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Sophie Solchenbach, Klasse 13N
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Ausgabe 1/2007
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