Innovationskonzept des Landkreises Bitterfeld vorgestellt

Anlässlich der Regionalen Innovationskonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Sachsen-Anhalt, die  gemeinsam mit der Technologie-Interessengemeinschaft Bitterfeld-Wolfen e.V TIG, dem Initiativkreis Bitterfeld-Wolfen IBW e.V. und dem Landkreis Bitterfeld am 10. Januar 2007 in Bitterfeld durchgeführt wurde, stellte der Landrat des Landkreises Bitterfeld, Herr Uwe Schulze, das neue Innovationskonzept seines Landkreises vor.

Seit dem Jahr 2005 gibt es intensive Bemühungen, den Innovationsprozess auf breiter Ebene zu begleiten, um das Innovationsklima zu verbessern. Im Oktober 2005 wurde in einer ersten Beratung mit Institutionen des Landkreises Bitterfeld, Vertretern von Unternehmen und der Hochschule Anhalt (FH) der Startschuss für die Erarbeitung eines Innovationskonzeptes gegeben und eine Arbeitsgruppe gebildet.

Die zentrale Zielsetzung für den Landkreis Bitterfeld ist in dessen Leitbild folgerichtig verankert durch

Schaffung von Arbeitsplätzen in wachstumsstarken Branchen,
d. h. innovativen Branchen,
Hebung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) je Einwohner und
Ausbau der Gewerbe-, Industrie- und Tourismusstandorte.

Der Landkreis Bitterfeld hat sich nach mehr als 15-jähriger Umstrukturierungsphase zu einem traditionsreichen, hochmodernen Chemiestandort mit starker mittelständischer Basis  und zu einem modernen „Solar-Valley“ mit expandierender Solarzellentechnologie entwickelt. Neue  Struktur bestimmende Branchen wie die Biokraftstoff-Erzeugung oder Logistik-Potenziale haben sich parallel dazu etabliert und prägen dessen Alleinstellungsmerkmal.

Ziel der Erarbeitung und Umsetzung des Innovationskonzeptes ist es

Defizite zu überwinden,
Innovationsstärken der Region bewusster zu machen (Marketing),
Handlungsanleitungen für die Region zu geben und
Prioritäten für den Landkreis Bitterfeld (und Köthen) nach eingehender
Diskussion herauszuarbeiten.

Als zentrales Anliegen für ein modernes Regionalmanagement wird die Stärkung der vorhandenen „Kristallisationskeime“ für innovative Projektideen wie die Technologiezentren Bitterfeld-Wolfen und Köthen, das CPI ChemiePark-Institut für industrielle Vorlaufforschung, die Technologie-Interessengemeinschaft Bitterfeld-Wolfen e.V. (TIG) mit dem innovativen regionalen Wachstumskern und das Institut für Kunststofftechnologie und -recycling Weißandt-Gölzau (IKTR) in enger Verzahnung mit den Kompetenzbereichen der Hochschule Anhalt (FH) gesehen.

Nach eingehender Diskussion innerhalb des Arbeitskreises für das Innovationskonzept, an der die Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bitterfeld-Wolfen mbH (EWG), der TIG e.V., das TGZ Bitterfeld-Wolfen und die BQP Bitterfeld beteiligt waren, wurde ein  Maßnahmekatalog  zur Überwindung von Innovationshemmnissen und Defiziten vorgeschlagen.

Zusammenfassend ist hervorzuheben, dass mit dem Innovationskonzept ein modernes Regionalmanagement gefördert und das Rollenverständnis der „Innovationsmotoren“ im künftigen Kreisgebiet Bitterfeld und Köthen sowie der Stadt Zerbst neu zu definieren ist. Das hier in interaktiver Arbeit entwickelte ausführliche Innovationskonzept enthält 7 Anlagen und den Verweis auf 13 Quellen, ist auf CD erhältlich und wird vom Auftraggeber EWG Bitterfeld-Wolfen verwaltet. Es versteht sich nicht als „statische Festlegung“, sondern ist Ausgangslösung für weiterführende Diskussionen, die Ableitung von Maßnahmen, das Generieren - und Verwerfen - von Ideen und vor allem die Beförderung des Innovationsgeschehens in einer mitteldeutschen Region mit herausragenden Potenzialen in der Peripherie des Ballungsgebietes Leipzig/Halle.
Die Kurzfassung des Innovationskonzeptes ist unter www.ewg-bitterfeld-wolfen.de zu finden, ebenso der Hinweis auf weitere aktuelle Veranstaltungen im Rahmen der Wirtschaftsförderung des Landkreises Bitterfeld.

Dipl.-Ing.  Armin Schenk
Geschäftsführer EWG Bitterfeld-Wolfen
Ausgabe 1/2007